Zeitfeind
♀, 24
Student
Isafjördur / Iceland
Mitglied seit 06.12.2008

weg, über den Bergen….
Flucht aus dem Hause der Diskretion,
ich spüre das Feuer entfachen,
verglühen und verbrennen all die Moral
Ich werde in den Augen des einen,
zum Schreckgespenst. Und bin in ihm die Unberechenbarkeit.

Leicht lässt es sich formen, nun da ich dabei bin
und reiße, was sich vor mir verwurzelt,
in Höhen, in die Stürme hinein, in die drohenden Wolkentürme, wie dunkel und sich bilden in der Ruhe
Wie ahnungslos, wenn es leise beginnt mit Lüftchen und Säuseln, die singenden Tiere längst verkrochen

Und ich in dieser drückenden Stimmung, wo es nichts und niemanden mehr gibt,
werfe mich auf die Bahn und rase entlang, die Arme von mir, der Körper sich spannt, die Flut hereinbricht auf meine Sinne, ich
werde zum Tier, zum göttlichen Tier

Es schmettert sich nieder, das Rauschen aus der Ferne… Es rollt, es rollt, es nähert sich und es wird mich mitreißen und ich bin unfassbar, staunend, vernarrt, beklommen, gespannt
Mein Herz schlägt, wie nie zuvor
Keine Spur treibt Gedanken an,
Es ist da nur mein Körper in der Vollkommenheit,
alle Stricke von sich reißend,
alle Gemäuer zerschlagen.
und koste es den Tod, so mag er mich noch antreiben

Ich bremse, die Böe erbricht sich über mir… Keine Angst mehr, nur die Ehrfurcht vor dem Donner, vor der Gewalt und dem Leben. So werde ich Gott und Teufel und sterbe,
denn die Kraft verliert sich…
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